„Möchte spontan jemand mit nach Mallorca? Auf unserer Reise ist wegen Krankheit ein Platz frei geworden.“ schrieb Theresa am Donnerstag – drei Tage vor Abflug. Mein Bauchgefühl sagte direkt zu, mein Verstand zögerte noch etwas. Halb ernst, halb witzelnd antwortete ich ihr, dass ich ja eigentlich könnte und verbrachte dann den Rest des Tages damit Flüge zu suchen und mich mit ihr über die Pläne auszutauschen. Abends war dann der Flug gebucht, zwar einen Tag später als die anderen, am Montag also, aber immerhin.







Es ist immer ein wenig seltsam zu einer bereits bestehenden Gruppe zu stoßen, aber auch wenn die anderen schon viele Wochen der Planung und einen ganzen Tag vor Ort Zeit hatten sich kennenzulernen, wurde ich herzlich empfangen. Wir wohnten in einer alten Finca, mit riesigem Garten und Pool. Die obigen Bilder sind alle von dort.
Das triste norddeutsche Februarwetter hatte ich nun also gegen den angenehmen mallorcanischen Frühling getauscht und meinen ersten vollen Tag auf der Insel war direkt gefüllt mit Sightseeing. Das Cap de Formentor, Mallorcas nordöstlichster Punkt, war unser Ziel. Schon der Weg dorthin führte durch malerischen Landschaften und zuletzt über abenteuerliche Serpentinenstraßen.








Das Fotoshooting an Tag zwei war zum Sonnenuntergang am Strand geplant. Glasklares, türkises Wasser versprachen die Bilder im Internet. Als wir in die kleine Hafenstadt einfuhren, empfing uns jedoch plötzlich dichter Seenebel. Ganz ehrlich–ich freute mich darüber riesig. Entstanden sind so wirklich einzigartige Bilder. Ein wenig moody und mit ganz viel Raum für Experimente.



Am nächsten Tag war wieder ein Fotoshooting am Strand geplant und diesmal sollte die Sonne gnädig mit uns sein. Vor Ort fiel sofort dieser eine Baum ins Auge und allen war klar, das ist DIE Kulisse. Nach den ersten Portraitfotos ging es über zu Bewegungsbildern im Wasser und später einige Meter den Strand entlang zu weiteren Portraits.





Bevor es an Tag vier zur Fotosession ging, nutzen wir den Mittag, um uns die kleine Bergstadt Sóller anzuschauen. Dort inmitten des Tramuntana-Gebirges besuchten wir Lisa mit ihren vier Rettungspferden zwischen Orangenbäumen und Olivenhain.













Unser letztes Fotoshooting war noch einmal ein richtiges Highlight. Die Pferdebesitzer hatten uns Zutritt zu einer nahe gelegenen Sandgrube verschafft. Es war nicht ganz einfach, mit dem noch recht grellen Licht in Kombination mit der hellen Umgebung zu arbeiten. Aber es sind sehr coole Bilder mit Wüstenfeeling dabei entstanden.
Danach gingen wir gemeinsam zurück zum Stall und fanden in der Nähe eine Stelle mit Olivenbäumen und großen Kakteen. Wir hatten die ganze Woche schon gehofft, Fotos damit machen zu können. Nun am letzten Tag sollte es also noch klappen. Zudem hatten wir noch Glück mit einem zauberhaften Sonnenuntergang.



Mallorca hatte ich bisher immer nur als Urlaubsinsel mit Imageproblem auf dem Schirm. Und obwohl ich wusste, dass es landschaftlich sehr schön sein soll, wäre ich vermutlich aus eigenem Antrieb dort nicht unbedingt hingereist. Diese Reise hat mein Bild von der Insel komplett gewendet.
Danke also an Kim, Theresa, Jenna, Toni und Isi, dass ich mich so kurzfristig zu euch gesellen durfte und wir gemeinsam diese schönen Orte erkunden konnten. Es war eine tolle Erfahrung und schöne Zeit. ♥